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Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

24. SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
16. bis 27. November 2026

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WOLVES

21. Mai 2026 by

Wir freuen uns sehr, Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern einen außergewöhnlichen Film in Jena präsentieren zu können. Im Anschluss an den Film stellt sich Hauptdarstellerin Selma Kopp den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Eintritt: 5,00 Euro pro Schüler:inn

Sie können sich ab sofort anmelden unter
schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, Telefon: 0361-6638620

WOLVES
Drama / Schweiz 2025 / 97 Min. / Regie: Jonas Ulrich
ab 9. Klasse / empfohlen ab 15 Jahren / FSK: 12

Die 23-jährige Luana sehnt sich danach, dem gemeinsamen Alltag mit ihrer besorgten Mutter zu entfliehen. Sie verbringt ihre Freizeit im Proberaum ihres Cousins Domi und seiner Black-Metal-Band WLVS. Als er ihr den geheimnisvollen neuen Sänger Wiktor vorstellt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Kurzerhand entschliesst sie sich, mit der Band auf Tour zu gehen, Fotos und Videos zu machen und den Social Media Account der Band zu betreuen. Sie taucht ein in eine Welt aus Freiheit und Chaos. Als eines ihrer Videos Tätowierungen Wiktors zeigen, werden diese im Netz als Symbole eines faschistoiden Wotan-Kults identifiziert. Daraufhin wachsen die Spannungen in der Band, es kommt zum Bruch und Luana gerät immer tiefer in einen Sog aus Loyalitätskonflikten und emotionaler Abhängigkeit.
Der Film besticht durch seine durchweg großartigen Darsteller und vor allem seine energetischen Live-Mitschnitte. Sämtliche Konzerte der Filmband haben tatsächlich stattgefunden.

Themen: Black Metal, Liebe, Freundschaft, Musik, Rechtsextremismus, Wotan-Kult, Rechte Symbole, Familie, Abhängigkeit

Fächer: Musik, Geschichte, Deutsch, Ethik/Religion

Kategorie: Sonderveranstaltungen, Thüringen

Pferd am Stiel

21. Mai 2026 by

Kostenfrei Kino genießen und diskutieren mit Gästen im Brühl Cinema Zeitz am 30.06.!
 
Ende April startete der Kinder- und Jugendfilm PFERD AM STIEL in den deutschen Kinos.
Es ist ein recht ungewöhnliches Pferd, das da losgeritten ist, ein Steckenpferd. Dieses altertümliche Spielzeug, dass man eher mit dem letzten Jahrhundert verbindet, ist wieder in aller Munde.
Denn ein Trend, der in Finnland seinen Anfang nahm, erfreut sich nun auch in Sachsen-Anhalt zunehmender Beliebtheit: Das Hobby Horsing. Und das ist kein Spiel, sondern anstrengender Sport.

Das zeigen uns Mitgliederinnen und Mitglieder des Reitsportvereins Equitanas aus Zeitz, die im Kino vorführen werden, wie richtiges Hobby Horsing funktioniert und was es bedeutet.



Anmeldungen unter: schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, Nachfragen unter 0361-66386-20

PFERD AM STIEL
Kinder- und Jugendfilm / D 2026 / 90 Min. / Regie: Sonja Maria Kröner
5. – 8. Klasse / empf. ab 10 Jahren / FSK: 6
 
Sarah und Dilek sind 13 Jahre alt und auf der Suche nach einer Beschäftigung, die sie von anderen abhebt. Ihre Klassenkamerad:innen füllen ihre Social Media Kanäle mit Tanzchoreos oder Rapvideos. Das macht schließlich jeder. Sarah entdeckt eine neue Trendsportart: Hobby Horsing – Reiten auf einem Steckenpferd. Sie ist sofort Feuer und Flamme, Dilek skeptisch. Zurecht, denn die beiden werden beim Üben gefilmt und sind das Gespött der Schule. Beschämt wendet sich Dilek von Sarah ab und wird Teil der Tanzgruppe. Sarah gibt nicht auf und brennt mit ihrer Trainerin, der gleichaltrigen Dressurreiterin Beatrice, durch ins finnische Niemandsland, um dort an einem Wettbewerb teilzunehmen. 
Der spannende und liebevolle Film feiert die Freundschaft, den Mut und vor allem das Nerdtum.

Themen: Hobby Horsing, Freundschaft, Mut, Abgrenzung, Nerds, Familie
Fächer: Deutsch, Sport, Ethik, Musik

Weitere Infos zum Film –>

Kategorie: Sachsen-Anhalt, Sonderveranstaltungen

Babystar

8. Mai 2026 by

Soziale Medien bestimmen unser Leben schon seit geraumer Weile. (Fast) jeder von uns konsumiert ihre Inhalte, für junge Menschen sind sie zum Teil einzige Informationsquelle. Sie produzieren Helden, Trends, Shitstorms und jede Menge Influencerinnen und Influencer, die, bei entsprechender Resonanz, sehr gut Leben können durch Werbedeals. Doch was passiert, wenn ein komplettes Familienleben zum Geschäftsmodell wird?

Wir möchten anhand der Films „Babystar“ mit Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern darüber in Salzwedel sprechen. Seien Sie herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Sie können sich ab sofort anmelden unter:
schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, Telefon: 0361-66386-20

EINTRITT FREI

BABYSTAR
Drama / Deutschland 2025 / 102 Min. / Regie: Joscha Bongard
ab 9. Klasse / empfohlen ab 14 Jahren / FSK: 12

Unterrichtsfächer Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Politik, Philosophie, Medienbildung
Themen Social Media, Influencer, Selbstdarstellung und Inszenierung, Identität, Kapitalismus, Familiendynamiken

Luca (16) ist erfolgreich im Influencer-Business. Alles, was in ihrem Hochglanz-Leben passiert, vermarkten ihre jungen Eltern als Family-Content im Internet. Seit dem ersten Ultraschallbild Lucas nehmen Millionen Followerinnen am Privatleben der Familie teil, verfolgen ihr Aufwachsen aus jedem abgefilmten Winkel ihrer schicken Villa mit Pool. Die Eltern-Kind Gespräche der Heranwachsenden finden als Podcasts statt, Lucas Avatar wird zur „Freundin“ für Millionen auf dem Handy – alles wird zu Geld gemacht. Als die Eltern ihre Tochter vor laufender Kamera mit ihrer Entscheidung für ein neues Kind überraschen, bricht Lucas Welt zusammen. Wo wird ihr Platz innerhalb der Familie sein, wenn ein neuer Babystar die Bühne betritt? Sie verliert den Halt – und wird dabei gnadenlos abgefilmt. Alles für Klicks im Internet. Gefangen im eigenen Netz versucht Luca gegen ihre Eltern zu rebellieren. Sie verweigert ihre Mitarbeit, mietet sich in einem Hotel ein, bittet eine Kollegin des Family-Business darum, ihre Freundin zu sein. Aber sie hat nie gelernt, wie Leben jenseits der Kamera geht – und wie man Freundinnen statt Follower:innen hat.

Umsetzung

Joscha Bongard untersucht in seinem Film, was mit jungen Menschen passiert, die in der Öffentlichkeit des Internets heranwachsen. Dafür erzählt er die Entwicklung der jungen Protagonistin nicht über ausgespielte Emotionen, sondern mit den Mitteln der (Selbst-) Inszenierung auf Social-Media: Jumpcut-Schnitte selbstgedrehter Videos mit Einstellungen auf Armlänge, von leicht oben gefilmt. Wenn die Kamera nah an Luca ist, bleibt da ein undurchdringliches, perfektes Gesicht, das auf Knopfdruck, so wie in einer Szene vorgeführt, die Emotionen in aller Schönheit wechseln kann. Ihre Gefühle durchbrechen die Fassade ihrer Selbstinszenierung nur, um in einer weiteren Inszenierung zu münden: eine provokante Aktion, wie das Versenken des Laptops des Vaters im Pool, anstelle eines klärenden Gesprächs. Der Zuschauer kann sich genauso wie Luca selbst nie sicher sein, ob die Aktionen der Familie real oder inszeniert sind. Der Einsatz sphärischer Musik und statischer Aufnahmen von oben, die teils wie Überwachungskameras anmuten, unterstützen den Eindruck von Isoliertheit der Personen in ihrer eigenen Welt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit

Viele junge Menschen verbringen heute viel Zeit mit den inszenierten Leben anderer auf Social Media. Der Film bietet eine gute Grundlage, diese indirekte Art der Welterfahrung in ihren Funktionsweisen, inneren Logiken und Auswirkungen auf das eigene Selbstbild gemeinsam zu reflektieren. Die Filmsprache, mit der Lucas Welt gezeigt wird, bietet sich für den Einstieg ins Thema an: Welche Bilder produziert die Familie für ihre Kanäle, was zeigen sie nicht? Mit welchen filmischen Mitteln erzählt der Regisseur die Dynamiken der Familie hinter ihrer Selbstinszenierung? Wie hat die Ausbeutung von Lucas Privatleben nach den Logiken des Marktes sie zu der Person gemacht, die sie ist? Und allgemeiner: Was macht es mit einer, wenn man Erlebtes nicht einfach pur empfindet, sondern es sofort daraufhin auswertet, wie es von außen aussieht und aus welchem Winkel man es am besten filmt und später postet? Nach welchen Werten kann man Grenzen ziehen, zwischen einem gesunden Interesse an anderen Leben und einem krankmachenden Konsum von „Secondhand-Leben“, statt eigene Erfahrungen zu machen?

Kategorie: ab 9. Klasse, Sachsen-Anhalt, Sonderveranstaltungen

Babystar

8. Mai 2026 by

Soziale Medien bestimmen unser Leben schon seit geraumer Weile. (Fast) jeder von uns konsumiert ihre Inhalte, für junge Menschen sind sie zum Teil einzige Informationsquelle. Sie produzieren Helden, Trends, Shitstorms und jede Menge Influencerinnen und Influencer, die, bei entsprechender Resonanz, sehr gut Leben können durch Werbedeals. Doch was passiert, wenn ein komplettes Familienleben zum Geschäftsmodell wird?

Wir möchten anhand der Films „Babystar“ mit Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern darüber in Dessau sprechen. Seien Sie herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Sie können sich ab sofort anmelden unter:
schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, Telefon: 0361-66386-20

EINTRITT FREI

BABYSTAR
Drama / Deutschland 2025 / 102 Min. / Regie: Joscha Bongard
ab 9. Klasse / empfohlen ab 14 Jahren / FSK: 12

Unterrichtsfächer Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Politik, Philosophie, Medienbildung
Themen Social Media, Influencer, Selbstdarstellung und Inszenierung, Identität, Kapitalismus, Familiendynamiken

Luca (16) ist erfolgreich im Influencer-Business. Alles, was in ihrem Hochglanz-Leben passiert, vermarkten ihre jungen Eltern als Family-Content im Internet. Seit dem ersten Ultraschallbild Lucas nehmen Millionen Followerinnen am Privatleben der Familie teil, verfolgen ihr Aufwachsen aus jedem abgefilmten Winkel ihrer schicken Villa mit Pool. Die Eltern-Kind Gespräche der Heranwachsenden finden als Podcasts statt, Lucas Avatar wird zur „Freundin“ für Millionen auf dem Handy – alles wird zu Geld gemacht. Als die Eltern ihre Tochter vor laufender Kamera mit ihrer Entscheidung für ein neues Kind überraschen, bricht Lucas Welt zusammen. Wo wird ihr Platz innerhalb der Familie sein, wenn ein neuer Babystar die Bühne betritt? Sie verliert den Halt – und wird dabei gnadenlos abgefilmt. Alles für Klicks im Internet. Gefangen im eigenen Netz versucht Luca gegen ihre Eltern zu rebellieren. Sie verweigert ihre Mitarbeit, mietet sich in einem Hotel ein, bittet eine Kollegin des Family-Business darum, ihre Freundin zu sein. Aber sie hat nie gelernt, wie Leben jenseits der Kamera geht – und wie man Freundinnen statt Follower:innen hat.

Umsetzung

Joscha Bongard untersucht in seinem Film, was mit jungen Menschen passiert, die in der Öffentlichkeit des Internets heranwachsen. Dafür erzählt er die Entwicklung der jungen Protagonistin nicht über ausgespielte Emotionen, sondern mit den Mitteln der (Selbst-) Inszenierung auf Social-Media: Jumpcut-Schnitte selbstgedrehter Videos mit Einstellungen auf Armlänge, von leicht oben gefilmt. Wenn die Kamera nah an Luca ist, bleibt da ein undurchdringliches, perfektes Gesicht, das auf Knopfdruck, so wie in einer Szene vorgeführt, die Emotionen in aller Schönheit wechseln kann. Ihre Gefühle durchbrechen die Fassade ihrer Selbstinszenierung nur, um in einer weiteren Inszenierung zu münden: eine provokante Aktion, wie das Versenken des Laptops des Vaters im Pool, anstelle eines klärenden Gesprächs. Der Zuschauer kann sich genauso wie Luca selbst nie sicher sein, ob die Aktionen der Familie real oder inszeniert sind. Der Einsatz sphärischer Musik und statischer Aufnahmen von oben, die teils wie Überwachungskameras anmuten, unterstützen den Eindruck von Isoliertheit der Personen in ihrer eigenen Welt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit

Viele junge Menschen verbringen heute viel Zeit mit den inszenierten Leben anderer auf Social Media. Der Film bietet eine gute Grundlage, diese indirekte Art der Welterfahrung in ihren Funktionsweisen, inneren Logiken und Auswirkungen auf das eigene Selbstbild gemeinsam zu reflektieren. Die Filmsprache, mit der Lucas Welt gezeigt wird, bietet sich für den Einstieg ins Thema an: Welche Bilder produziert die Familie für ihre Kanäle, was zeigen sie nicht? Mit welchen filmischen Mitteln erzählt der Regisseur die Dynamiken der Familie hinter ihrer Selbstinszenierung? Wie hat die Ausbeutung von Lucas Privatleben nach den Logiken des Marktes sie zu der Person gemacht, die sie ist? Und allgemeiner: Was macht es mit einer, wenn man Erlebtes nicht einfach pur empfindet, sondern es sofort daraufhin auswertet, wie es von außen aussieht und aus welchem Winkel man es am besten filmt und später postet? Nach welchen Werten kann man Grenzen ziehen, zwischen einem gesunden Interesse an anderen Leben und einem krankmachenden Konsum von „Secondhand-Leben“, statt eigene Erfahrungen zu machen?



Kategorie: ab 9. Klasse, Sachsen-Anhalt, Sonderveranstaltungen

Im Osten was Neues

8. Mai 2026 by

Thomas „Eichi“ Eichstätt, der stattliche Typ mit den vielen Tätowierungen, wirkt auf den ersten Blick ein wenig furchteinflößend. Doch wenn man sieht, wie liebevoll er mit den Jungs seiner Fußballmannschaft umgeht, allesamt Geflüchtete im Raum Torgelow, wie er ihnen hilft im Alltag, dann ändert sich das Bild. Loraine Blumenthal hat ihn begleitet und zeigt, dass auch er dringend Hilfe benötigt von der Stadt und dass er eine Vergangenheit in der Neonaziszene mit sich herumträgt, auf die er nicht stolz ist.

Wir möchten mit Loraine Blumentahl in Salzwedel über ihren Film sprechen. Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist für alle frei.

Sie können sich ab sofort anmelden unter:
schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, Telefon: 0361-66386-20

EINTRITT FREI

IM OSTEN WAS NEUES
Dokumentarfilm / Deutschland 2025 / 86 Min. / Regie: Loriane Blumenthal
ab 9. Klasse / empfohlen ab 14 Jahren / FSK: 12

Unterrichtsfächer Politik, Sozialkunde, Ethik, Geschichte, Sport, Demokratieerziehung (fächerübergreifend)
Themen diverse Lebensrealitäten, Teilhabe, Ausschluss, Migration, Migrationsgesellschaft, Rassismus, Rechtsextremismus, Ostdeutschland, Empowerment, Fußball

IM OSTEN WAS NEUES begleitet den Fußballverein FC PIO, der in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Ort für junge Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen geworden ist. Im Zentrum steht Thomas „Eichi“ Eichstätt, der gemeinsam mit Spielern aus Afghanistan, Tschetschenien, der Ukraine und weiteren Herkunftsländern einen Raum schafft, in dem Begegnung, Anerkennung und gegenseitige Unterstützung möglich werden. Der Film zeigt, wie ein scheinbar „kleines“ Vereinsumfeld zu einem sozialen Anker wird – inmitten gesellschaftlicher Spannungen, rechtsoffener Stimmungen und struktureller Benachteiligung. Ohne zu idealisieren, macht der Film sichtbar, wie Vertrauen entsteht, wie Konflikte ausgehandelt werden und wie gemeinsames Handeln zu einer Form von Selbstermächtigung wird.

filmisch

Statt Interviewsituation oder Off-Kommentar entsteht die Erzählung durch Situationen, Blicke und Gesten im gemeinsamen Alltag. Die Kamera bleibt oft nah an Gesichtern und Körpern, etwa während des Trainings oder im Vereinsheim, wodurch eine körperliche Präsenz und direkte Beziehung erfahrbar wird. Der Ton bewahrt Umgebungsgeräusche – Rasen, Stimmengewirr, Wind –, was die Atmosphäre des Ortes trägt. Die Montage strukturiert Übergänge zwischen Spielplatz, Privatleben und Stadtumfeld in einem ruhigen Rhythmus und vermeidet erklärende Insert-Texte. So entsteht ein filmischer Raum des Zuhörens, in dem der Film Haltung durch Form, nicht Interpretation vermittelt.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Der Film eignet sich, um Fragen von Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Demokratie im Alltag zu behandeln. Er bietet einen sensiblen Zugang zu Themen wie Rassismus, Migration, ländlicher Raum, Teilhabe und Solidarität. In der schulischen oder außerschulischen Bildungsarbeit kann der Film genutzt werden, um stereotype Vorstellungen über „Ostdeutschland“ zu reflektieren und konkrete Lebensrealitäten sichtbarer zu machen. Gleichzeitig zeigt er positive Handlungsspielräume: wie Menschen Räume gestalten, Verantwortung übernehmen und Strukturen verändern. Methodisch eignet sich der Film für Gesprächsrunden, biografische Reflexionen sowie als Ausgangspunkt für lokale Recherchen zu Vereinen, Initiativen oder Beteiligungsmöglichkeiten vor Ort. Die Schüler:innen können analysieren, wie der Film nur durch Beobachtung erzählt. Welche Eindrücke entstehen dadurch? Welche Wirkung hat diese Machart auf sie als Zuschauer:innen?

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Kategorie: ab 9. Klasse, Sachsen-Anhalt, Sonderveranstaltungen

Das geheime Stockwerk

8. Mai 2026 by

Irgendwann haben wir aufgehört, die vielen Preise für unseren letztjährigen Auftaktfilm zu zählen. Wir freuen uns sehr, ihn noch einmal in Wittenberg mit Filmgespräch präsentieren zu können. Wie wenige andere Filme vor ihm, versteht es „Das geheime Stockwerk“, das Thema Nationalsozialismus mit einem spannenden Kinderkrimi zu verweben.

Der Eintritt ist frei!

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter
schuetz@schulkinwochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz (Projektleiter SchulKinoWoche Thüringen/Sachsen-Anhalt)

DAS GEHEIME STOCKWERK
Kinderkrimi, Historienfilm / Deutschland, Österreich, Luxemburg 2025 / 96 Min. / Regie: Norbert Lechner
ab 5. Klasse / empfohlen ab 10 Jahren / FSK: 6

Unterrichtsfächer: Deutsch, Geschichte, Lebenskunde, Ethik, Politik
Themen: Nationalsozialismus, Antisemitismus, Widerstand, Flucht, Verfolgung, Freundschaft, Familie, Geschichte, Erinnerungskultur

Der 12-jährige Karli zieht mit seinen Eltern in die Alpen. Dort möchten sie ein altes Hotel renovieren und neu eröffnen. Karli ist vom Umzug nicht begeistert und hilft nur widerwillig mit. Eines Tages entdeckt er, dass der alte Aufzug des Hotels eine Zeitreisemaschine ist. Mit ihr landet Karli im Hotel des Jahres 1938. Neugierig betritt er die fremde Welt und freundet sich dort mit dem jüdischen Mädchen Hannah und dem Schuhputzer Georg an. Außerdem lernt er den Pianisten Bruno kennen. Im Hotel scheint jemand Geld zu stehlen. Georg wird beschuldigt und Hannah sowie Karli setzen alles daran, den wahren Dieb zu finden. Dabei bemerken sie, dass im Hotel geheimnisvolle Dinge vor sich gehen. Karli erkennt außerdem, dass Hannah und ihr Vater – vor allem von der Nazifamilie Hartwig – angegriffen werden. Er beginnt, über den Nationalsozialismus zu recherchieren und sorgt sich, dass seinen Freunden Schlimmes bevorstehen könnte.

filmisch

Der Film erzählt kindgerecht von verschiedenen Aspekten des Antisemitismus im Nationalsozialismus. Auch Themen wie Fluchthilfe und Widerstand werden behutsam vermittelt, indem sie als Rätsel präsentiert werden, die die Kinder im Film nach und nach entschlüsseln. So entsteht eine Form der Wissensvermittlung, die junge Zuschauer*innen nicht überfordert, sondern ihnen – ähnlich wie bei einem eigenen Forschungsauftrag – historische Zusammenhänge schrittweise eröffnet. Besonders interessant ist die Verbindung mit Elementen des Kriminal- und Detektivfilms, die für Spannung sorgen: rasche Schnitte, auffallende Musik und ein authentisch wie aufwändig gestaltetes historisches Setting. Die Zeitreise, die Karli unternimmt, wird so auch für das Publikum zu einer Reise in die Vergangenheit, unterstützt durch die angepasste Sprache und Kostüme. Im Vordergrund stehen die Kinder; sie agieren selbstständig und selbstbewusst.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Im Schulunterricht kann der Film als Anlass zu eigenen Rechercheaufgaben über den Nationalsozialismus genutzt werden. Zu untersuchende Aspekte könnten sein: Antisemitismus, antijüdische Gesetze, Denunziationen, systematische Verfolgung verschiedener Menschengruppen, sowie Flucht und Fluchthilfe. Filmästhetisch interessant sind das historische Setting und die spannende Inszenierung einzelner Szenen, in denen die Kinder rätseln und forschen. Auch die Figurenentwicklung, etwa bei Karli und Georg, bietet Ansatzpunkte für eine Analyse der Narration. Schüler*innen könnten untersuchen, wie mit Musik, Kamera und Schnitten Spannung erzeugt wird. Wichtig ist ein begleitender Dialog, um zu verdeutlichen, dass das Hotel im Film als Ort der Fluchthilfe eine Ausnahme darstellt. Ebenso erfordert die karikaturistische Darstellung der Nazifamilie eine begleitende Erklärung, um zu betonen, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung partizipierte – und nicht nur einzelne Personen.

Kategorie: ab 5. Klasse, Sachsen-Anhalt, Sonderveranstaltungen

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